BEBEN Bruchwerk Theater

Am 05.04.19 hatte ich Premiere mit „Beben“ am neu gegründeten Bruchwerk Theater in Siegen!

Mit BEBEN von Maria Milisavljević zeigt das Bruchwerk Theater seine erste Inszenierung und skizziert darin eine zynische und ori­en­tie­rungs­lose Gesell­schaft. Ein dreckiger Blick auf die Zwänge und Nöte unseres Daseins.

Die Figuren in BEBEN straucheln mit der Welt. Sie haben sich ihre eigene, beherrschbare Realität innerhalb der eigenen vier Wänden geschaffen. Dort sind die Dinge kontrollierbar, durchschaubar, steuerbar.

Die Welt von Minecraft mit ihren klar gezogenen Grenzen und Regeln birgt Sicherheit. Der dauernde Schwall an Youtube-, Facebook- oder Instagram-Streams bildet in seiner Masse und andauernden Präsenz lediglich ein anonymes Rauschen, welches emotional den sicheren Kokon der Abschottung nicht zu durchstoßen vermag.

Über all dem Straucheln der vom modernen Leben Überforderten, wacht “der Mann an der Kante von Ulro”. Eine, an William Blakes “Urizen” Mythologie angelegte Figur. Er befeuert das Chaos. Er verkörpert den Architekt der modernen Gesellschaft, die sich ihrer eigenen Werte nicht mehr bewusst ist, die vereinsamt und für die nur die Flucht vor der Komplexität des Lebens bleibt.

“Ich steck mir die Finger in die Ohren. Trommelfelltief. Und versuche nachzudenken. Ich versuche mich zu erinnern, wann es das erste Mal da war, das Dröhnen.”

Doch BEBEN lässt den Zuschauer nicht mit dieser dystopischen Bestandsaufnahme zurück. An der Stelle, an der der Kollaps nicht mehr vom Individuum geleugnet werden kann, machen sich die Figuren auf, ihre Einsamkeit und ihre diffusen Ängste zu durchbrechen und sich selbst neu zu entdecken. Am Schluss von Beben steht eine, mit wuchtigen Worten gezeichnete, optimistische Gruppe von Menschen, die lieben und verzeihen möchten.

Mit: Irina Ries und Lisa Sophie Kusz
Musik: René Schütz

Regie: Milan Pešl
Dramaturgie: David Penndorf
Bühne und Kostüme: Teresa Pešl

Regieassistenz: Hanna Bartels

Caligula und das Mädchen auf der Treppe

Uraufführung: 20.02.2019 · Gostner Hoftheater

Weitere Termine:
22. & 23.10.2019 um jeweils 19.00h sowie
26.-28.11.2019

Das Leben ist so verdammt unfair – da wird man gerade erst geboren, und schon bekommt man von „denen da“ ungefragt einen blöden Namen aufgedrückt. Und bevor Du dich versiehst, bist Du so ein Finn oder ein Niklas oder ein Lennart oder halt ein Luka. Tja, die Eltern kannst Du dir nicht aussuchen. Und deshalb wohnt Luka, der viel lieber nach dem römischen Kaiser Caligula benannt worden wäre, mit seinen Eltern in einem Mehrfamilienhaus am Rande der Stadt. Dort treiben sie ihn langsam zum Wahnsinn mit ihrer gewaltfreien Kommunikation und ihrer Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken. Lukas einziger Lichtblick ist das Nachbarsmädchen Eileen. Beide beschließen, dass sie nicht mehr bei ihren
Eltern leben wollen und fassen den Plan, auf den Treppenabsatz im Flur zu ziehen. Dafür sind außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich, denn irgendwie müssen die Heranwachsenden ja ihre Eltern loswerden.

Eine absurd-komische Geschichte von Helwig Arenz über den Übergang von der Kindheit in die Pubertät, die erste zart aufkeimende Liebe und den alltäglichen Wahnsinn im Mikrokosmos Familie.

„Es macht einen Riesenspaß den Text zu lesen und man freut sich über jede neue Verrücktheit, die bei genauerer Betrachtung eigentlich erschreckend normale Situationen in Familien spiegelt. Und obwohl der Zuschauer die Eltern- und die Kinder-Perspektive kennenlernt, verbündet er sich automatisch mit den jungen Protagonisten.

Das Stück ist ein kluges Soziogramm und verbindet als solches auf originelle Weise zwei Lebensarten; sowohl die privilegierten als auch und gerade die prekären Verhältnisse werden extrem dargestellt, kommen einem aber trotzdem sehr nah, weil die Figuren unglaublich liebevoll und immer mit einem Augenzwinkern gezeichnet werden. Damit hat der Autor einen sehr frischen dynamischen Text geschaffen, der nach Meinung der Jury unbedingt auf die Bühne gehört.“ (Laudatio im Rahmen des 20. Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreises KAAS & KAPPES 2018 )

EUREXIT in Athen!

EUREXIT
von Kostas Papakostopoulos nach Aischylos
Gastspiel in Athen 2018
mit griechischer Übertitelung
Termin: 28.09.2018
Ort: Teatro Technis – Karolos Koun, Frynichou 14, Plaka

Das Deutsch Griechische Theater setzt sich mit der Zukunft Europas auseinander und stellt die Inszenierung des Projekts EUREXIT vor: ein theatralisches Experiment von Kostas Papakostopoulos um die aktuelle Krise der Wertegemeinschaft Europa.

Der Chor – im antiken Drama ist er die Stimme des Volkes. Mit einer Stimme sprechen hier die ungehörten Vielen. Ein Zusammenstimmen verschiedener Stimmlagen. Polyphonie, Euphonie, Kakophonie. Wie aber steht es um unseren europäischen Chor: Volkes Stimme – oder doch nur ein Durcheinander schriller Stimmen? Kommt nach dem BREXIT der EUREXIT? Fallen wir Europäer ins Nationale zurück? Zerbricht das europäische Projekt? Wegen der Flüchtlinge? Der eigensinnigen Ungarn? Der faulen Griechen? Der herrischen Deutschen?

In EUREXIT verschmilzt Kostas Papakostopoulos eigenhändig in Köln gesammelte Stimmen europäischer Bürger, Videos, poetische und eigene Texte mit Textfragmenten aus Aischylos‘ „Agamemnon“. Dies bildet die Grundlage für ein performatives und interaktives Projekt im Grenzbereich von Theater, Film und Musik. Um die europäische Krise darzustellen, hat das DGT in dieser Kollage aus Dokument und Dichtung diesseits des nüchternen Blicks der geschriebenen Geschichte die Perspektive des Einzelnen gewählt.

„Cardiac Countdown“ BTT 2018

Cardiac Countdown

Im Rahmen der Bayerischen Theatertage 2018

Ein Test-Labor in naher Zukunft. Zwei Testpersonen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. SIE ist ständig auf der Suche nach dem ultimativen Kick – koste es, was es wolle. ER versucht mit Superfood, Meditation und Desinfektionsmitteln seine Todesangst zu bekämpfen. Gemeinsam sollen sie die „einzig wahre (Über)Lebensstrategie“ finden, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Angeschlossen an eine „Herzschlag-Verschwendungs-Maschine“ – die ihre bis zu ihrem statistisch errechneten Tod verbleibenden Herzschläge herunterzählt – sehen und hören sie, wie ihre Zeit abläuft. Am Ende bleibt ihnen nur noch eine letzte Idee – aber wie sollen sie die in die Tat umsetzen?
Das „Cardiac Countdown“-Team lebt und arbeitet in Nürnberg, Fürth, Köln:
Katja Kendler als Regisseurin / Produktionsleiterin, Philipp Fleischmann als Musiker / Musikproduzent, Lisa Sophie Kusz als Schauspielerin / Sprecherin und Helwig Arenz als Schauspieler / Autor.

Inszenierung:
Katja Kendler
Musik:
Phillip Fleischmann
mit Helwig Arenz, Lisa Sophie Kusz
07.06.2018
18:30 Diele im Babylon-Kino, Nürnberger Str.3
bis ca. 19:00
WEITERE TERMINE
07.06.2018
22:00 Diele im Babylon-Kino, Nürnberger Str.3

Gastspiel in Athen!

Iphigenie von Kostas Papakostopoulos nach Euripides Schauspieler: ,Julia Roebke, Stephanie Meisenzahl, Ali, Amir und Hamid, Thomas Franke, Lisa Sophie Kusz, Terja Diava Regie und Dramaturgie: Kostas Papakostopoulos Bühnenbild und Kostüme: Ulrike Mitschke Musikkomposition und Videos: Herbert Mitschke Licht:Julia Marx Regieassistenz: Eike Brand Dramaturgieassistenz: Alice Sadri

GASTSPIEL IN ATHEN!
Am 13.Oktober um 21h im Theaterhaus der Stiftung Michael Cacoyannis.

Er kommt in Booten, aus Syrien, aus Marokko, aus Afghanistan und dem Irak – der Flüchtling. Er fordert Europa, er spaltet es, er mutet ihm ein Bekenntnis, einen Beweis seiner humanistischen Werte zu, und stürzt den Kontinent dabei unwissentlich in seine bisher tiefste Krise. Inspiriert von Euripides’ „Iphigenie in Aulis“ entdecken Kostas Papakostopoulos und das DGT diese europäische Krise in Aulis, in der Gestalt des Flüchtlings IPHIGENIE.

In Zeiten eines immer lauteren Streits über Flüchtlinge in Europa beschäftigen wir uns mit den Fragen: Wie geht unsere Demokratie mit den Flüchtlingen um? Haben unsere „Feldherren“ die Situation noch im Griff?

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Karten unter: https://offticket.de/veranstaltungen/theater-bauturm

mit Elisabeth Pless, Stephanie Meisenzahl, Ali, Amir und Hamid, Thomas Franke,Lisa Sophie Kusz und Terja Diava
Regie und Dramaturgie: Kostas Papakostopoulos
Bühnenbild und Kostüme: Ulrike Mitschke
Musikkomposition und Videos: Herbert Mitschke
Licht: Julia Marx
Regieassistenz: Eike Brand

After Sun in Nürnberg

AfterSun-3

Am 17. März hatte ich mit „After Sun“ von Rodrigo Garcia Premiere im Festsaal des K4 in Nürnberg!

Höher – schneller – individueller.

Ein Mann, eine Frau, ein gemeinsames Ziel: der ultimative Kick. Auf ihrer Suche danach treiben sie sich gegenseitig an ihre physischen und psychischen Grenzen.
Angeschlossen an eine Herzschlag-Verschwendungs-Maschine zählt diese ihre statistisch errechneten, bis zu ihrem Tode verbleibenden Herzschläge rückwärts herunter.
Von einem Musiker live arrangiert, bestimmen ihre Herzschläge den Rhythmus des Abends.

Je größer der Rausch, desto schneller der Herzschlag und umso kürzer die verbleibende Lebenszeit. Aber ist es das nicht wert?

Eine Koproduktion mit der Tafelhalle Nürnberg.
Unterstützt vom Digital Sports and Health Lab der FAU Erlangen-Nürnberg.

im Festsaal des KunstKulturQuartiers (Königstraße 93, 90402 Nürnberg)

Tickets: 0911 – 231 – 4000 oder www.tafelhalle.de

FAQ

„Unsere Zeitgenossen sind ständig von zwei widerstreitenden Leidenschaften geplagt: sie fühlen das Bedürfnis, geführt zu werden, und dabei die Lust, frei zu bleiben.“ (Alexis de Tocqueville – 1956)

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Kritik //

FAQ

Kölnische Rundschau 23.04.2016 / Autor Bernhard Krebs: „TRIPPELN ZUR ZITATENFLUT“
„[..] köstlich absurde Performance- und Sprechtheater-Produktion.
[..] Die Archivarinnen des kollektiven Gedächtnis (Lisa Sophie Kusz, Melissa Moßmeier und später die hinzukommende „Neue“ (Annika Weitershagen) kreisten in ihrer verspielten und von Elisabeth Pless tadellos choreografierten Performance immer wieder um den Tisch.“
[..] Eine spannende und witzige interkulturelle Meinungscollage über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg. „FAQ“ wirft eher Fragen auf, als Antworten zu geben. Der Abend strotzt aber vor Komik und intellektueller Anregung.“

„.. am Nerv der Zeit. Das Neue. Das Unbekannte. Das ist FAQ, nicht diese programmierten Frage- und Antwortsysteme für alle vermeintlichen Problemfälle, sondern ganz anders, nämlich das Aufbrechen scheinbar selbstevidenter Maximen. Und das geschieht gut.“ (gunwalt.de / April 2016)

„.. Mit absurder Genauigkeit durchforstet „frequentlyaskedquestions“ den medialen Sprachkosmos nach Zitaten und Sprachfragmenten zum fremden Anderen und zeigt: Egal wo, schon immer haben sich Menschen die gleichen Fragen gestellt.“ (Stadtrevue, P. Schindler / Mai 2016)

INHALT

Und plötzlich sitzt da diese Neue am Tisch. Die Andere? Eine Fremde? Wo kommt sie her? Was will sie? Und warum spricht sie nicht? Die beiden Archivarinnen des kollektiven Gedächtnisses sind verwirrt.

“Allzu tiefes Schweigen macht mich so bedenklich wie zu lauter Schrei.”

In FAQ wird die Bühne zum Konferenzsaal losgelöster Zitate. Hier strandet ein Mensch und trifft auf eine Welt aus Sprachteilchen – von Sophokles bis Lobo, von Gandhi bis Goebbels. Noch schweigt die Neue. Kann dies gewaltlos bleiben?
FAQ untersucht, wie der mediale Sprachkosmos bewusst und unbewusst Weltbilder und Wertegefüge prägt – und warum sich Menschen über Jahrhunderte und Kulturgrenzen hinweg immer wieder die gleichen Fragen stellen.

Eine schreiende Hysterie als Reaktion auf das Jetzt.
Absurdes Theater bespickt mit der Ernsthaftigkeit der Realität. … Oder war es andersrum?

BESETZUNG

IDEE/TEXT: Simon Howar
REGIE: Elisabeth Pleß
SCHAUSPIEL: Lisa Sophie Kusz, Melissa Moßmeier, Annika Weitershagen
MUSIK: Albrecht Maurer
BÜHNE/KOSTÜM: Viola Sophie Schuldner
DRAMATURGIE/TECHNIK: Volker Becker
WISSENSCHAFTL. BERATUNG: Dipl.-Soz.wiss. Davide Brocci, Bernd Draser M.A.

HINTERGRUND

Pegida, AfD, NSA-Spionage, Grexit, Ukraine-Konflikt, Kölner Silvesternacht, …
Im Angesicht des wachsenden Krisenspektrums auf vielen verschiedenen Feldern wird immer deutlicher, wie unterschiedliche Weltbilder, Wertevorstellungen und Begriffsinhalte tiefe Gräben zwischen beständig geglaubten Wertegemeinschaften auftun.
Quer durch alte und neue Medien wird zu Themen wie Europa, Religion, Familie, Privatsphäre und Freiheit leidenschaftlich diskutiert, gestritten und gekämpft. Dabei sind die Grenzen
der Diskussion schnell überschritten, die Themen sind persönlich, die dahinterstehenden Überzeugungen kaum verhandelbar.
FAQ bemüht die Kulturgeschichte: Zitate und Sprachfragmente – als wesentliche Bestandteile des kulturellen Gedächtnisses – bilden eine interkulturelle Meinungscollage über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg.
Dabei steht nicht die (Wieder-)Erkennbarkeit und (Neu-)Verortung der einzelnen Zitate im Vordergrund, sondern das Aufbrechen scheinbar selbstevidenter Maximen.

SOFA im Babylon Fürth

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Ein Theaterstück über Lebenswillen, Wahnsinn und die Angst vor dem Schwinden
mit Lisa Sophie Kusz und Helwig Arenz / Bühne, Kostüm Eva Adler /
Licht, Ton, Video Tobias Schneider / Regie Meera Theunert /Text Helwig Arenz

Er ist seltsam, er ist verschroben. Aus Angst vor der Welt hat er sich zurückgezogen und kommuniziert nur noch mit seinem Sofa. Durch das pausenlose Aussprechen seiner Gedanken hält er sich am Leben. Warum redet er immer von einer Atomtheorie? In seine große Verunsicherung hinein platzt eine Frau. Kommt sie aus der Vergangenheit oder der Zukunft? Will sie ihn retten oder zusehen, wie er zu Grunde geht? Gemeinsam versinken sie in einer Blase aus Sex, Exzess und Selbstzerstörung.

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Kritik // SOFA

D A S E N D E I S T N A H
Irre Beziehungsschlacht: “Sofa” mit Arenz und Kusz
von Reinhard Kalb, Fürther Nachrichten

“Sofa ist […] keine Komödie, auch wenn Helwig Arenz tief aus dem Abgrund des schwarzen Humors wie des gehobenen Wahnsinns schöpft. Es ist eher ein Beziehungsdrama im Endstadium, in dem der Sadismus sich bis zur allerletzten Seelenschicht durchgefressen hat.”

“…kunstvoll gedrechselte Sätze, die zwischen Hellsichtigkeit und Wahnvorstellung oszillieren.”

“Lisa Sophie Kusz Spiel beeindruckt in seinen blitzschnellen Wechseln zwischen Irrsinn und schlagartiger Ernüchterung”

“Erschöpft taumeln Darsteller wie Zuschauer nach einer turbulenten Stunde vom Schlachtfeld. Hier gibt es nur Besiegte. Selbst das schwarzgallige Lachen ist unterwegs verloren gegangen.”

DER GROßE MARSCH!

Am 28.Januar 2016 hatte ich mit „Der große Marsch“ Premiere in der Tafelhalle Nürnberg!

Dieses geniale Stück von Wolfram Lotz hat Regisseurin Katja Kendler in eine 80er Jahre Samstagabend-Fernsehshow verpackt. Es erwartet Euch ein buntes Programm mit illustren Gästen, spritziger Unterhaltung, Trash vom Allerfeinsten und mitreißender Live-Musik!
Es spielen mit mir zusammen Helwig Arenz und Gunnar Seidel.

Der große Marsch – Die neue Retro-Samstagabend-
Talkshow
Eine gnadenlose Wanderung querfeldein durch Kapitalismuskritik-
Klischees, verkrustete Denkweisen und politische
Inkorrektheiten! Heiße Wortgefechte, musikalische
Highlights und schmissige Showelemente ganz
im Stil der 80er Jahre!
Themen und Talk-Gäste sind u. a. Josef Ackermann,
die RAF, Patrick S. aus Zwenkau, Hamlet, Prometheus,
die Wirklichkeit in Form einer Gruppe von Sozialhilfeempfängern
und die Unsterblichkeit der Seegurke.
Seien Sie live dabei! Mischen Sie sich ein! Bestimmen
Sie mit! Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Bedenken
Sie nur eines: Der große Marsch muss bis ganz zu
Ende gegangen werden!

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„… ein trashiges Spektakel mit reichlich Futter für Augen und Ohren (…) Ohne bei aller Absurdität den Ernst, der sich da häufig listig zwischen den Zeilen versteckt, aus dem Blick zu verlieren.“ (Susanne Helmer, Nürnberger Nachrichten)

„…eine streckenweise furios gespielte Bühnenparodie, die keine Tabus scheut und auch vor heiklen Sozialthemen wie „Behinderung“, „Armut“ und „Inzest“ nicht halt macht.“ (Friedrich J. Bröder, freier Journalist)

Weitere Termine:

24.&25.Februar, 20h

Tickets 0911 231-4000, tafelhalle.de
Tafelhalle / Äußere Sulzbacher Str. 62, Nürnberg / tafelhalle.de

Gehen im Bauturm

GEHEN

„WIR DÜRFEN, WENN WIR ETWAS TUN, NICHT DARÜBER NACHDENKEN, WARUM WIR, WAS WIR TUN, TUN, DENN DANN WÄRE ES UNS PLÖTZLICH VOLLKOMMEN UNMÖGLICH, ETWAS ZU TUN.“

Zwei Männer, die sich zur Kategorie der „Geistesmenschen“ zählen, gehen zusammen den immer gleichen Weg durch die Stadt. Sie philosophieren über ihre Existenz und ergründen mittels der für Thomas Bernhard Charaktere typisch ausufernden Sprache die Ursache für die Grenzüberschreitung ihres Freundes Karrer. Der Wahnsinn ereilte ihn in einem Hosenladen, wo er sich über die schütteren Stellen der offensichtlich minderwertigen tschecheslowakischen Ausschußware dermaßen erregt, dass er in die Heilanstalt Steinhof eingeliefert wurde.
„Wir müssen gehen, um denken zu können…Wenn wir gehen, sagt Oehler, kommt mit der Gehbewegung, die Geistesbewegung…obwohl wir selbst die meiste Zeit an die Sinnlosigkeit des Denkens glauben.“
Thomas Bernhards eigenwillige Figuren und deren manisch manirierte Weltauslegung ziehen uns in ihren Bann und lassen uns schmunzelnd und denkend zurück.

GEHEN von Thomas Bernhard
für die Bühne bearbeitet von Rüdiger Pape
Eine Produktion von ensemble 7

mit: Regina Welz, Lisa Sophie Kusz

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Kritiken // GEHEN

„Der Abend lebt neben der konsequenten Inszenierung von Rüdiger Pape und der liebevollen Ausstattung vor allem von seinen beiden exzellenten Darstellerinnen. So gab es nach anderthalb Stunden begeisterten Beifall, den sich Kusz und Welz redlich verdient haben.“
KULTURA-EXTRA , das online-magazin

„Regisseur Pape sucht mit der Geschlechter-Verfremdung und reduziertem Spiel nach dem Leid hinter den Bernhard’schen Hass-Suaden. So gelingt ihm und seinen beiden beeindruckenden Schauspielerinnen ein sensibel-nuancenreiches Kammerspiel – ein Bernhard zwischen Schmerz und Satire.“
WDR 5

„Zugegeben: „Gehen“ ist kein Spaziergang(…).Umso beeindruckender die Leistung von Kusz und Welz, die mühelos in den Text eintauchen, ohne dabei allzu verkopft zu sein. Pape gelingt es, die Figuren (…) nicht nur skurril, sondern auch verletzlich zu zeichnen.“
Kölnische Rundschau

Regie: Rüdiger Pape
Bühne: Flavia Schwedler
Kostüme: Regina Rösing
Musik: Achim Fink
Dramaturgie: Kerstin Ortmeier
Regieassistenz: Sarah Ritter

THEATER IM BAUTURM, Köln

www.theater-im-bauturm.de